ÜBER JUMI

Der Hintergrund

Vor den bayerischen Sommerferien 2016 und als Folge der Attacken und Anschläge in Würzburg, München und Ansbach haben sich spontan und aus persönlicher Betroffenheit und Einsicht, dass gesamtgesellschaftlich ein Defizit an Präventionsengagement vorliegt, Lehrkräfte aus dem Team der Flüchtlingsbeschulung am Berufsschulzentrum Aschaffenburg sowie weitere interessierte Pädagogen_innen und Ehrenamtliche aus anderen Berufsfeldern zusammengesetzt, um zu überlegen, wie die persönlichen spezifischen Qualifizierungen eingesetzt werden könnten, um mit niedrigschwelligen Angeboten sowohl für deutsche Jugendliche und junge Geflüchtete als auch für die in der Jugendhilfe tätigen Kollegen_innen einen Beitrag zur Extremismusprävention zu leisten.

Die Überlegungen mündeten in die Gründung von jumi – Initiative für Jugend und Migration. jumi wurde von 2017 bis Ende 2018 vom Bayerischen Sozialministerium gefördert. Für 2019 erfolgt keine Unterstützung mehr. Begründung: die politischen Machtverhältnisse seien nun andere (CSU und Freie Wähler in Koalition). Was soll damit ausgesagt werden? Ist der politische Extremismus somit besiegt oder weniger gefährlich?

Beratung

Jeden Donnerstag bieten wir von 18:00 bis 20:00 Uhr Gesprächsmöglichkeiten in unserem Büro in der Haidstraße 5 an. Hier kann über alles geredet werden, was auf dem Herzen liegt; Persönliches und Allgemeines. Alles bleibt vertraulich und im geschützten Rahmen.

Termine vergeben wir über die Hotline.

Zielgruppen

  • Kinder
  • Jugendliche
  • Eltern

Sprachen

  • Deutsch
  • Englisch
  • Arabisch
  • Weitere Sprachen nach Anlass

Die Telefon-Hotline ist täglich von 14:00 bis 22:00 Uhr besetzt.

Hotline: +49 6021 4529131

Ansprechpartner: Volker Schwinghammer

Vor-Ort-Maßnahmen

Unsere kleinen jumi-Projekte dienen auf unterschiedliche Weise der Stärkung der psychischen und auch der physischen Widerstandsfähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Unsere Kurse sollen die Fähigkeit erhöhen, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Zu unseren Angeboten zählen:

  • Girls Talk (ein wöchentlich stattfindendes Unterrichtsangebot für Mädchen und junge Frauen)
  • Yoga für Mädchen und Frauen
  • Kompetenz- und Bewerbungstraining
  • Kreativgruppe (die Teilnehmer/-innen können sich anhand verschiedener Materialien, wie Acryl, Ton oder Holz, auf kreative Weise ausprobieren, ausdrücken und experimentieren)
  • Arbeiten mit dem PC – Grundlagen Office-Anwendungen
  • Fahrrad- und Nähwerkstatt (über Gesta e. V., ebenfalls Haidstraße 5)

Fortbildung und Trainings

Im Jahr 2017 haben zwei Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Präventionsarbeit im Bereich Neo-Salafismus stattgefunden. Eine Veranstaltung zur Ausbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für die Präventionsarbeit in Kindergarten, Grund- und Hauptschule ist in Vorbereitung.

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